Paris-Tarbes: INTERCITÉS stellt Nachtverkehr bis 2026 sicher

    Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Tours-Bordeaux sind die TGVs nicht mehr allein. INTERCITÉS führt dort an Samstagen und Sonntagen Nachtzüge von Paris nach Tarbes ein, um Infrastrukturarbeiten zu umgehen, die den Verkehr auf der regulären Strecke unterbrechen.
    Aktualisiert am 27 May 2026Lesezeit 4 Min.

    Seit zwei Jahren verkehrten die nächtlichen INTERCITÉS-Züge Paris-Tarbes aufgrund von Bauarbeiten auf dem klassischen Schienennetz nur an fünf Tagen in der Woche. Um die Erwartungen unseres Aufgabenträgers, des Staates, zu erfüllen, fährt ein Teil dieser Züge samstags und sonntags über die Hochgeschwindigkeitsstrecke (LGV) Tours-Bordeaux, und dies seit dem 22. März 2026.

    Eine strategische Umleitung

    Diese neuartige Operation ermöglicht es, die Baustellenbereiche auf der klassischen Strecke zu umgehen und gleichzeitig die Strecke für nächtliche Baustellen freizugeben. Ergebnis: 2026 können an den Wochenenden fast 100 zusätzliche Züge fahren, ohne dass neues Material benötigt wird. Ziel: Nach Sonnenaufgang die Strecke für die TGVs freizuhalten. Eine konkrete Lösung zur Aufrechterhaltung eines optimalen Verkehrsangebots, selbst in einem angespannten Umfeld.

    Eine erste

    Um den Anforderungen der Behörde gerecht zu werden, hat SNCF Voyageurs INTERCITÉS eine innovative Lösung entwickelt: Auf der parallel verlaufenden Strecke, die für Züge mit einer Geschwindigkeit von 320 km/h ausgelegt ist, sollen herkömmliche Züge mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h fahren.

    Eine erhaltene Verkehrsanbindung für die Gebiete

    Mit dieser Anpassung bekräftigt INTERCITÉS sein Engagement für die bedienten Gebiete, trotz der komplexen Bauarbeiten. Die betroffenen Züge fahren weiterhin alle gewohnten Bahnhöfe an: Tarbes, Lourdes, Pau, Orthez, Bayonne, Saint-Vincent-de-Tyrosse, Dax, Biganos-Facture, Les Aubrais und Paris-Austerlitz.

    Dank dieser Lösung ist die Kontinuität der Verbindungen an sieben Tagen in der Woche gewährleistet, was sowohl den Reisenden als auch den durchquerten Städten und Regionen zugute kommt.

    Eine Teamarbeit, die vom Staat als TET-Organisationsbehörde unterstützt wird

    Um dieses Projekt zu verwirklichen, mussten die INTERCITÉS-Fahrer für das Fahren auf Hochgeschwindigkeitsstrecken geschult und etwa 20 Testfahrten durchgeführt werden. Außerdem wurden spezielle Szenarien für das Störungsmanagement mit speziell ausgebildeten INTERCITÉS-Fahrdienstleitern validiert.

    Die Umsetzung dieses Projekts wurde durch die Zusammenarbeit der Teams von SNCF Voyageurs (INTERCITÉS, TGV, Direction du Matériel und Direction de la Traction), SNCF Réseau, des Betreibers der Hochgeschwindigkeitsstrecke Tours-Bordeaux LISEA, des Streckeninstandhalters MESEA, von Captrain France sowie durch die finanzielle Unterstützung des französischen Staates, der für den TET zuständig ist, ermöglicht.

    Ein angepasster Transportplan an bestimmten Tagen


    Aufgrund von Infrastrukturarbeiten auf anderen Streckenabschnitten als Tours-Bordeaux können sich die Fahrpläne oder die von den INTERCITÉS-Nachtzügen Paris-Tarbes bedienten Bahnhöfe zeitweise ändern oder der Zugverkehr sogar ganz eingestellt werden.

    Kopfzeile : © Mathys Roland

    Eine strategische Umleitung : © SNCF Voyageurs INTERCITÉS

    Eine erhaltene Verkehrsanbindung für die Gebiete : © SNCF Voyageurs INTERCITÉS